Ausgezeichnete Praxisbeispiele von Betriebsräten für Betriebsräte

Auferstanden aus Ruinen – Betriebsratsrechte durchsetzen

Thomas Maaß
Thomas Maaß

Thomas Maaß

ist 37 Jahre alt, Lehrrettungsassistent und stellvertretender Betriebsratsvorsitzender.

Zum Projekt:

Die Überschrift soll auf den Zustand der BR-Arbeit hindeuten, die wir als komplett neu gewählter Betriebsrat übernommen haben. Unser Betrieb hatte immer einen Betriebsrat, der aber in den letzten  ca. 16 Jahren nicht seinen gesetzlichen Pflichten nachkam.

Diesen Zustand nutzte der Arbeitgeber und es entstand eine Arbeitsstätte, in der Gesetze und Verordnungen in den Hintergrund traten, es sei den sie nutzten der Arbeitgeberseite.

Unser erstes Anliegen, die Betriebsratsarbeit nicht aus der eigenen Tasche zu finanzieren, war der Startschuss sich mit der Durchsetzung von Betriebsratsrechten auseinanderzusetzen.

„Die Büroausstattung“, das war der Stein des Anstoßes, denn einen arbeitsfähigen und in sich starken Betriebsrat wollte man nicht. Der Arbeitgeber drohte uns persönlich und unseren Arbeitskollegen, missachtete gerichtliche Fristen und wir konnten die Büroausstattung nur in einer zweiten Gerichtsverhandlung durchsetzen.

Mit dieser Taktik zögerte der Arbeitgeber zwar eine ordentliche Betriebsratsarbeit über ein Jahr heraus, dieses aber festigte uns als Betriebsrat und es brachte uns eine breite Akzeptanz bei den Arbeitnehmern ein.


Zum Unternehmen:

Deutsches Rotes Kreuz -Kreisverband Oberlahn

Vertreten durch VERDI - Bezirk Wiesbaden Abt. III Gesundheit

58 Hauptamtlich Beschäftigte

Tätigkeitsfelder:

  • Rettungsdienst
  • Sozialer Dienst
  • Hausnotruf
  • Essen auf Rädern