Nach der Bundestagswahl –
Vor der Betriebsratswahl
07. bis 09. November 2017
Plenarsaal Bonn
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Hermann Soggeberg

"Die Barcelona-Agenda" - Mitbestimmung im multinationalen Konzern

Mitarbeiter- / StakeholderbeteiligungBetriebliche Lösungen für den demografischen WandelÖffentlichkeitsarbeit des Betriebsrats

Hermann Soggeberg

Zum Projekt:

Die "Barcelona-Agenda" ist die Initiative für einen partizipativen Beteiligungsprozess auf europäischer Ebene. Ziel des Projektes ist die Sicherung nachhaltiger Beschäftigung in allen Ländern des Unilever Europa Konzerns in Form eines Europäischen Rahmenabkommens.

Die Grundidee des Projektes war es, ein Gleichgewicht zwischen unternehmerischer Wertschöpfung und Wertschätzung der Mitarbeiter herzustellen, da durch langjährige Einsparprogramme und daraus resultierenden Restrukturierungsmaßnahmen eine drastische Schieflage zu Ungunsten der Mitarbeiter entstanden war. Und das in einem Unternehmen, das seinen Fokus auf nachhaltiges Denken und Handeln legt.

Nach einer von den Betriebsräten initiierten Demografieanalyse im Unternehmen, wurden auf europäischer Ebene Handlungsfelder identifiziert, die die Grundlage für das weitere Vorgehen bilden sollten. Dies sind Weiterbildung, Gesundheit, Diversity, Wachstum sowie Arbeitsbedingungen und Arbeitsplatzsicherheit.

Diese Handlungsfelder werden in paritätisch besetzten Arbeitsgruppen beteiligungsorientiert bearbeitet mit dem Ziel, Ende 2013 in Rahmenabkommen verbindliche Regelungen zu formulieren, die für alle Länder Gültigkeit haben. Bestehende nationale /lokale Best Practice Projekte werden in diesen AGs weiterentwickelt und dann allen Ländern wieder zur Verfügung gestellt. Dadurch entsteht ein 360° Kreislauf des fortwährenden Voneinanderlernens; eine neue Unternehmenskultur unter Beteiligung aller Betriebsparteien.

Zum Unternehmen:

Unilever ist ein niederländisch – britischer Konzern und einer der größten Konsumgü­terhersteller weltweit.

Die Hauptgeschäfts­bereiche umfassen die Produktion von Nahrungsmitteln, Kosmetik, Körperpflege, Haushalts- und Textilpflegeprodukten.

Uni­lever beschäftigt weltweit 174.000 Mitarbei­ter in über 100 Ländern, davon etwa 6.000 in Deutschland. Hier ist die Unilever Deutschland GmbH in Hamburg angesiedelt und es gibt neun Fabrikstandorte.

Zur Person:

Hermann Soggeberg ist Jahrgang 1967.

Soggeberg absolvierte bis 1987 eine Lehre zum Bäcker.

Seit 1990 ist Hermann Soggeberg bei Unilever beschäftigt.

1994 wurde er erstmals in den BR des Werks Reken gewählt. 1998 wurde er stellv. BR-Vorsitzender.

Im Jahr 1990 wurde Soggeberg in den NGG Regionalvorstand der Stadt Münster gewählt. Im folgenden Jahr übernahm er den Vorsitz des Regionalvorstandes und wurde in 2001 in den Landesvorstand der NRW NGG gewählt.

Ebenfalls 2001 erfolgte seine Wahl zum Vorsitzenden des BR und zum stellvertretenden Vorsitzenden des GBR der Langnese – Iglo GmbH sowie die Wahl in den Unilever KBR und Unilever European Works Council (UEWC).

Zwischen 2008 und 2010 absolvierte Soggeberg das Weiterbildungsstudium Veränderungsmanagement an der Ruhr-Universität-Bochum.

Im Jahr 2010 wurde Hermann Soggeberg erstmals in den Aufsichtsrat der Unilever AG gewählt, übernahm den Vorsitz des Unilever European Works Council und wurde in den Hauptvorstand der NGG gewählt.

Seit 2011 ist er stellv. AR-Vorsitzender der Unilever Deutschland Holding sowie AR-Vorsitzender der Pensionskasse Berolina VVaG.

Des Weiteren ist Hermann Soggeberg ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht in Münster.

 

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