6. bis 8. November 2018
Plenarsaal Bonn
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Willibald Löw
Bernhard Ebner

Zukunftsstrategien zur nachhaltigen Standortsicherung – LAKompetenZ

Willibald Löw und Bernhard Ebner

Betriebsratsvorsitzender und Betriebsrat, BMW AG Standort Landshut

Zum Projekt:

Im Rahmen der Unternehmensstrategie Number ONE hat die BMW Group vor einigen Jahren die Initiative „project i“ ins Leben gerufen und die Weichen klar in Richtung nachhaltige Mobilität gestellt. Der Produktionsstandort Landshut sollte sich dabei sukzessive von einem reinen Komponentenlieferanten zu einem Kompetenzzentrum für Leichtbau und Elektromobilität entwickeln.

Da das Unternehmen jedoch für den Standort grundsätzlich keinen Beschäftigungszuwachs vorgesehen hatte, war die Aufgabe, die bestehenden Komponenten bzw. Technologien auf den Prüfstand zu stellen, sich von nicht wettbewerbsdifferenzierenden Umfängen zu trennen und diese an externe Lieferanten zu vergeben.

 

Um diesen Prozess möglichst effektiv zu gestalten, hat der Betriebsrat am Standort Landshut die Vereinbarung „LA KompetenZ“ (Landshuter Kompetenz entwickelt nachhaltige Zukunft) entwickelt. Das Besondere dabei: Management und Betriebsrat steuern in einem gemeinsamen Strategiekreis „auf Augenhöhe“ den Veränderungsprozess. Neben den Standortverantwortlichen des Unternehmens sowie den Technologieleitern sind auch alle freigestellten Betriebsräte des Standorts darin vertreten. 

Das Ergebnis: Es wurden nicht nur zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die neuen Technologien befähigt. Es gelang auch, bestehende, auf den ersten Blick nicht wettbewerbsdifferenzierende Umfänge durch konsequente Innovation zu erhalten. Die Ziele des Betriebsrates wurden vollumfänglich erreicht. Bestehende Arbeitsplätze wurden gesichert und neue geschaffen.

Zum Unternehmen:

Im BMW Group Werk Landshut produzieren rund 4.400 Mitarbeiter Motor- und Fahrwerkskomponenten aus Leichtmetallguss, Kunststoffkomponenten für das Fahrzeugexterieur, Karosseriekomponenten aus Carbon, Cockpit- und Ausstattungsumfänge, elektrische Antriebssysteme, Sondermotoren sowie Gelenkwellen. Diese Komponenten werden weltweit an alle Fahrzeug- und Motorenwerke der BMW Group geliefert. In jedem BMW, MINI und Rolls-Royce steckt damit ein Stück Landshuter Innovationskraft.

Als Kompetenzzentrum für Leichtbau und Elektromobilität ist das BMW Group Werk Landshut nicht nur frühzeitig in die Entwicklungsprozesse neuer Fahrzeuge eingebunden. Dank seines einzigartigen Technologie-Know-hows spielt es auch eine zentrale Rolle bei der Fertigung der BMW i Modelle. So wird die Mobilität von morgen von Landshut aus maßgeblich mitgestaltet.

Zur Person:

Willibald Löw wurde 1956 geboren. Herr Löw ist seit 1979 bei BMW beschäftigt. Vorher absolvierte er eine Ausbildung zum Industrieanlagenmechaniker und eine Weiterbildung zum Industriefachwirt.

Willibald Löw ist Betriebsratsvorsitzender am Standort Landshut, Mitglied des BMW Aufsichtsrates, Mitglied des EURO-Betriebsrates, Mitglied im Gesamtbetriebsrat und Mitglied im Wirtschaftsausschuss.

Bernhard Ebner ist Jahrgang 1978. Seit 1993 ist Ebner bei BMW beschäftigt, wo er auch eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker Frästechnik absolvierte. Darüber hinaus bildete er sich zum REFA-Prozessorganisator, IHK Industriefachwirt und IHK Versicherungsfachmann weiter.

Ebner arbeitete in verschiedenen Positionen und Abteilungen bei BMW. Seit 2004 ist er Betriebsratsmitglied und seit 2006 für die Betriebsratsarbeit freigestellt.

Darüber hinaus ist Bernhard Ebner Leiter des IG Metall-Vertrauenskörpers bei BMW Landshut, Mitglied des Ortsvorstandes der IG Metall-Verwaltungsstelle Landshut und Nebenstellenleiter der IG Metall Landshut.

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