6. bis 8. November 2018
Plenarsaal Bonn
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Sören Brodersen

Warum die Psyche streikt - Psychische Gefährdung im Arbeitskontext

Sören Brodersen
Dipl.-Psychologe, Betriebsratsvorsitzender, BGF-Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung GmbH

Zum Fachforum:

Durch die psychische Gefährdungsbeurteilung wurde zuletzt erneut der Focus auf psychische Belastungen geschärft. Neben Vermeidung von Unfällen und somatischen (Berufs-) Erkrankungen ist die psychische Gesundheit als dritte wesentliche Säule der Prävention im Arbeitsleben fest etabliert. Allerdings besteht Bedarf, Begrifflichkeiten und Zusammenhänge klar zu erläutern und abzugrenzen  sowie Bewusstsein für die Handlungsmöglichkeiten im Arbeitsalltag zu schaffen. 

Der Vortrag fokussiert sich auf die Schnittstelle zwischen psychischer Verhaltens- und Verhältnisprävention. Handlungsmöglichkeiten der Beschäftigten zur psychischen Prävention, etwa durch die individuelle Pausengestaltung und die Beteiligung an der Arbeitsgestaltung müssen mit den ernsthaften Bemühungen des Arbeitgebers ineinander greifen, um die psychische Gesundheit langfristig zu erhalten und Fehlbeanspruchungen zu vermeiden. Gerade wenn die Kompetenzen zum Selbstschutz des Mitarbeiters nicht ausreichen, müssen Mechanismen des Arbeitsschutzes und der betrieblichen Gesundheitsförderung greifen. In diesem Zusammenhang werden typische Merkmale von Arbeitssucht, Burnout, interessierte Selbstgefährdung und psychische Überforderung erläutert. Zur Ausgestaltung der Betrieblichen Gesundheitsförderung (in diesem Kontext) werden Hinweise für die konkrete Betriebsratsarbeit geben.

 

Zum Referenten:

Sören Brodersen, geboren 1978, Studium der Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie an den Universitäten Kiel und Wuppertal, Abschluss Diplom-Psychologe. Im Anschluss wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bergischen Universität Wuppertal mit Forschungsschwerpunkt Gesundheitsmanagement. Übernahme von Lehraufträgen in allgemeiner Arbeitspsychologie. Seit 2007 angestellt im Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung, BGF GmbH in Köln als Fachberater für Psychologie. Arbeitsschwerpunkte Mitarbeiterumfragen, Gesundheitsgerechte Führungskultur sowie ganzheitliche Gesundheitsmanagementprojekte. Autor diverser Schriften der Initiative Gesundheit und Arbeit, bspw. zu arbeitsbedingter beruflicher Mobilität.

 

Zum Unternehmen:

Arbeitsbedingte Gesundheitsrisiken zu reduzieren ist heute eine wichtige Managementaufgabe. Denn nachhaltige Erfolge werden nicht durch einmalige Maßnahmen erreicht, sondern durch ein fundiertes Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Das BGF-Institut begleitet Sie bei dieser Aufgabe durch die Entwicklung eines umfassenden Gesundheitsmanagements, das speziell auf Ihr Unternehmen zugeschnitten ist.

Wir kümmern uns um:

  • eine gesundheitsförderliche Arbeitsplatzgestaltung
  • eine gesundheitsorientierte Arbeitsplatzorganisation
  • eine mitarbeiterorientierte Führungskultur und
  • die Stärkung der persönlichen Gesundheitspotenziale der Beschäftigten

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist ein ganzheitlicher Ansatz, der neben der betrieblichen Gesundheitsförderung auch Maßnahmen zur Verbesserung der Führungskultur, der Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf und der altersgerechten Arbeit enthält. Über die gesetzlichen Verpflichtungen eines Arbeitgebers geht BGM damit weit hinaus. Ziel ist es, die Belastungen der Beschäftigten zu verringern und die persönlichen Ressourcen zu stärken. So entsteht für Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine Situation, die allen Beteiligten nur Vorteile bietet.

Das BGF-Institut wurde 1996 gegründet und ist ein Tochterunternehmen der AOK Rheinland/Hamburg.  Neben seinen Standort in Köln unterhält das Institut eine Niederlassung in Hamburg. Als Unternehmensberatung im Feld der Betrieblichen Gesundheitsförderung ist das Institut für Unternehmen, Einrichtungen und Verwaltungen aller Branchen im Rheinland und in Hamburg tätig. Das Beratungsangebot bezieht sich auf alle Themen der BGF und des BGM. Dies beinhaltet auch die Planung, Durchführung und Evaluation vielfältiger (Präventions-)Maßnahmen und (Gesundheits-)Projekte.  Als An-Institut der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) kooperiert mit dem dortigen Zentrum für Gesundheit (ZfG)  mit dem Ziel einer nachhaltigen, interdisziplinären und evidenzbasierte Weiterentwicklung der betrieblichen Gesundheitsförderung.