Ausgezeichnete Praxisbeispiele von Betriebsräten für Betriebsräte

Betriebsräte als Erfolgsfaktoren für die deutsche Wirtschaft

Harald Schartau
Harald Schartau

Harald Schartau

Arbeitsdirektor und Mitglied der Geschäftsführung
Georgsmarienhütte Holding GmbH

Harald Schartau (* 18. März 1953 in Duisburg) war bis zum Regierungswechsel nach der Landtagswahl am 22. Mai 2005 Wirtschafts- und Arbeitsminister des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ab dem 1. Januar 2009 war Schartau Arbeitsdirektor und Geschäftsführer Personal der Georgsmarienhütte GmbH. Zum 1. Januar 2010 stieg Schartau in die Geschäftsführung der Georgsmarienhütte Holding GmbH auf.

Schartau war zunächst als Chemielaborant und später als Sachbearbeiter in der Personalwirtschaft der Mannesmann AG in Duisburg-Hüttenheim (ehemals Gemeinde Huckingen) tätig. Von 1971 bis 1972 absolvierte er die Sozialakademie Dortmund. 1973 nahm er an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg das Studium auf, das er 1976 als Diplom-Betriebswirt abschloss.

Nach seinem Studium war Schartau als Jugendbildungsreferent beim DGB-Landesbezirk NRW tätig (1977-1978). Danach war er von 1978 bis 2000 bei der IG Metall beschäftigt, zunächst als Sachbearbeiter beim IG-Metall-Vorstand in Frankfurt am Main (bis 1984), später als Bezirkssekretär in Essen und Dortmund (bis 1992), dann als Leiter des Bezirks Dortmund (bis 1996). Von 1997 bis 2000 war er Leiter des IG-Metall-Bezirks Nordrhein-Westfalen.

Nach der Landtagswahl 2000 in Nordrhein-Westfalen wurde Schartau am 27. Juni 2000 zum Minister für Arbeit und Soziales, Qualifikation und Technologie ernannt (Kabinett Clement II).

Mittelfristig sollte Schartau die Nachfolge von Wolfgang Clement als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen antreten. Als dieser nach der Bundestagswahl 2002 als „Superminister“ für Wirtschaft und Arbeit nach Berlin wechselte, konnte Schartau jedoch nicht als Ministerpräsident antreten. Grund war eine Besonderheit der nordrhein-westfälischen Landesverfassung, die vorschreibt, dass der Ministerpräsident Mitglied des Landtags sein muss, was Schartau damals nicht war.

Zum Nachfolger von Franz Müntefering als Landesvorsitzender der SPD in Nordrhein-Westfalen wurde er am 15. Dezember 2001 gewählt.

Von dem inzwischen zum Ministerpräsidenten aufgestiegenen Peer Steinbrück wurde Schartau am 12. November 2002 als Minister für Wirtschaft und Arbeit in die Landesregierung berufen (Kabinett Steinbrück). Bei der Landtagswahl 2005 wurde Schartau zwar mit 47,8 % der Stimmen im Landtagswahlkreis Dortmund III (Stadtbezirke Scharnhorst, Brackel und Aplerbeck) direkt in den Landtag gewählt, seine Partei jedoch verlor die Wahl Landtagswahl 2005. Deshalb schied Schartau am 24. Juni 2005 aus seinem Minister-Amt.

Nach der verlorenen Landtagswahl kündigte der Landesvorstand am 25. Mai 2005 seinen geschlossenen Rücktritt an. Gleichzeitig erklärte Schartau, beim außerordentlichen Parteitag am 9. Juli 2005 nicht wieder für das Amt des Landesvorsitzenden kandidieren zu wollen. Sein Nachfolger im Amt wurde der ehemalige nordrhein-westfälische Finanzminister Jochen Dieckmann.

Schartau war Mitglied im Haushalts- und Finanzausschuss und Vorsitzender der deutsch-chinesischen Parlamentariergruppe des Landtags. Zum 31. Dezember 2008 legte er sein Landtagsmandat nieder.

Zum Unternehmen:

Die Georgsmarienhütte zählt heute zu den führenden europäischen Anbietern für Stabstahl, Halbzeug und Blankstahl aus Qualitäts- und Edelbaustählen und erzielt 70% ihres Umsatzes mit der Automobilindustrie. Sie machte im Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz von rund 566 Millionen Euro und erzeugte im Jahr 2007 rund 760.000 Tonnen Walzstahl.